Unser Schildkröten-Gnadenhof

Seit 1992 begleiten mich, nach den 2 Schildkröten aus der Kinderzeit wieder Landschildkröten, die seit vielen Jahren unseren ganzen Garten besiedeln. Nahezu der gesamte Schildkrötenbestand stammt aus widrigen Umständen. So wurden kranke Tiere vom Besitzer aufgegeben, gefundene Tiere gebracht oder die Besitzer hatten einfach die Lust an den Tieren verloren. In der letzten Zeit häufen sich allerdings die Abgabetiere älterer Menschen, zumeist ebenfalls alte Schildkröten, die dennoch eine höhere Lebenserwartung haben als der Besitzer. Tatsächlich können diese Tiere oftmals 100 Jahre und älter werden. Im Alter müssen die Besitzer ihre Wohnsituation oftmals ändern und die Kinder können oder wollen die Schildkröten nicht weiter pflegen. Daher befinden sich in unserer Schildkrötengruppe auch mehrere Tiere im hohen Alter von 80-90 Jahren. Sie haben teils ganz erstaunliche Lebensgeschichten, so wie unsere "Martha":
Martha , eine griechische Landschildkröte schlüpfte vor gut 80 Jahren in Griechenland. In den Kriegsjahren schickte ein junger Offizier, welcher in Griechenland stationiert war seiner Tochter in Deutschland ein Päckchen mit der Reichspost. In mehreren Lagen Packetpappe eingewickelt und mit Kordel verschnürt gelangte Martha, welche der Offizier im Feld gefunden hatte nach Deutschland und überlebte mit und in der Famillie den Krieg. Lange Jahre wurde sie von der Tochter gehegt und gepflegt, bis diese im Alter von 75 Jahren ihr Haus aufgeben und in betreutes Wohnen umziehen musste. So gab sie vertrauensvoll Martha in die Hände ihrer Schildkrötentierärztin, da sie wusste, wie gut die Tiere in meinem Garten gepflegt wurden. Martha hat sich gut eingelebt und auch noch Eier gelegt. Wir behielten ein Jungtier von vor 2 Jahren von ihr, welches Martina heisst. Züchten haben wir aufgegeben, es gibt einfach zu viele Schildkröten auf dem Markt und wie gesagt sie werden einfach uralt.... Wir haben auch eine Liste mit Abgabetiere, die noch einen schönen Platz suchen, denn wir können sie leider nicht alle aufnehmen.

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Good bye Josefine!

Josifine bzw. Josi kam letztes Jahr zu uns, da ihre Besitzerin sich total verzweifelt an mich gewand hatte, weil das arme Maultier eine Odyssee von über einem Jahr mit ständigen Lahmheiten durchgemacht hatte. Wiederholte Hufgeschwüre machten Aufenthalte in einer Box nötig, teilweise lag sie tagelang nur noch. Als Ursache konnten nur Hufgeschwüre an allen Hufen gefunden werden. Wir nahmen Josi zu uns, ließen ihr kompetenete Hufbearbeitung durch unseren sehr guten Hufschmied Christan Noeppel angedeihen und mit gutem Mineralfutter und den Kräutern auf unseren herrlichen Koppeln konnte sie bald genesen. Über den Winter hatte sich Josi richtig gut erholt, doch nun ist dieses junge Muli gesund und schreit nach Bewegung und Beschäftigung. Dies kann ich dem Tier nicht bieten und so geht sie nun, da sie erst 9 Jahre alt ist zu einer jungen engagierten Reiterin, welche auch ein Muli und Pferde hat und sich ganz viel mit ihr und ihrer weiteren Ausbildung beschäftigen wird.
Wir sind ein Gnadenhof, welcher die Tiere nicht alle behält. Bietet sich besonders für jüngere Tiere ein besser geeigneter Platz, so vermitteln wir auch Tiere weiter. Somit haben wir wieder Kapazität ein anderes Tier aus Notsituationen bei uns aufzunehmen.
Wir freuen uns alle für Josi, dass wir sie bei uns wieder gesundheitlich herstellen konnten und sie so ein Stück in ihrem Leben begleiteten.
Josi wir vergessen dich nicht und wünschen dir ein tolles, gesundes und langes Leben!

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Anweiden

Anweiden: Wir beginnen bereits zeitig im Frühjahr mit dem Anweiden, damit sich die Därme und die Pansen der Rinder mit ihren spezifischen Bakterienkulturen langsam anpassen können. Das beginnt mit 15 Minuten und steigert sich dann täglich um 5-10 Minuten, damit keine Gesundheitsprobleme auftreten. Die Tiere sind natürlich nach der langen Winterzeit das Heu satt und erfreuen sich am grünen Gras und es ist nicht wirklich ein Spaß sie wieder zurück zum Stall zu treiben. Nach ein paar Tagen wissen die Tiere aber worum es geht und laufen aufs "in die Hände klatschen" zum Stall zurück. Wir freuen uns alle sehr auf die kommende Weidesaison und haben den Winter wieder gut überstanden.
Die Arbeiten am Stall laufen weiter und parallel werden die Koppeln wieder hergerichtet, eine Doppelbelastung in dieser Zeit.
Bitte unterstützt unsere Tiere und uns auch weiterhin mit Spenden, Patenschaften oder Mitgliedschaften.
Vielen Dank im Namen der Tiere und der vielen lieben Helferlein im Hintergrund, ohne die Tierrettung und Gnadenhöfe nicht möglich sind!

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Vilma hatte am Wochenende Besuch

Vilma hatte am Wochenende Besuch von ihrer "Patentante" Birgit. Nach anfänglicher Skepsis nahm unsere Diva Vilma aber Birgits Möhrchen gerne an und dann lies sie gnädigerweise auch von Birgit striegeln. Das Eis war gebrochen. Birgit hatte die Patenschaft für Vilma zum Geburtstag geschenkt bekommen und sich riesig darüber gefreut. Paten dürfen gerne auch ihre Tiere besuchen kommen. Wir freuen uns über jeden, der unsere Tiere mit einer Patenschaft unterstützt. !Patenschaften sind schon ab 5 Euro monatlich für Rinder, Esel, Mulis und Ponys möglich.

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Am Wochenende…

...bei endlich schönem Wetter haben wir wieder angefangen die Eselchen (Lea und Biene) anzutrainieren, denn bald lockt das Modenbachtal mit seinen schönen Koppeln und wir wollen die 4km dorthin mit den Eseln laufen: Almauftrieb im Mai! Und anschließend noch nett mit Lotti Kaffee getrunken. Sie wollte lieber in der Sonne liegen und statt Kaffee Leckerlis futtern.

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