Rinder

Wir haben uns entschlossen, auf unserem „Esel- und Pferdehof“ auch ein paar Rinder aufzunehmen. Allerdings vornehmlich Bullen, da diese Kälber den „Abfall“ der Milchindustrie darstellen. Wir wollten die Größe der Rinder zunächst unserem Hof „anpassen“ und deshalb erst einmal bei den kleinwüchsigeren bleiben.

Unser erster Vermittlungsfall war ein Dahomeyrind, die kleinste europäische Rinderrasse.

Später haben wir uns in die Jerseyrinder verliebt. Sie sind sehr schmal und klein, geben aber eine besonders fetthaltige, gut bezahlte Milch. Daher sind die Kühe viel wert und die Bullenkälber sind sozusagen ein Abfallprodukt, da sie nicht genug Fleisch ansetzen und sich deren Mast kaum lohnt. Ihr Fleisch dient hauptsächlich zum BARFEN * Ein männliches Bullenkalb mit 2 Wochen kann man schon für 5 € erwerben. Dies macht deutlich wie wenig wert ein solches Leben ist.

Die Kälber:

Als wir Anfang des Jahres 2016 das Rind "Meilo" retteten, ging ich davon aus, dass er mit unseren 4 Eseln zusammen leben könnte. Doch die Esel mochten ihn nicht wirklich und so musste schnell ein Artgenosse für Meilo her. Rinderexperten rieten mir zu einem Kalb, welches sich am besten mit Meilo verstehen würde...doch leider war Meilo anderer Meinung. Das aus einem Jersey-Milchviehbetrieb gerettete Bullenkälbchen "Siggi" wollte er nicht wirklich akzeptieren. Als mehrerer Versuche der Zusammenführung scheiterten, gab ich Meilo zu Silke und das Resultat seht ihr weiter unten. Meilo lebt glücklich mit seinen Kumpels und ist ein Pferde-Hunde-Begleitrind geworden. Nun hatten wir das Kälbchen Siggi und ich versuchte in einem Milchviehbetrieb vor Ort noch ein Kalb zu bekommen, doch wenige Stunden zuvor war der Viehhändler dort und hat alle Kälber abgeholt. Sie waren bereits im LKW nach Holland in die Mast unterwegs. Also habe ich ein weiteres Bullenkälbchen aus dem Jersey-Milchviehbetrieb geholt.

Die Jerseyrinder sind sehr schmal und klein, geben aber eine besonders fetthaltige, gut bezahlte Milch. Daher sind die Kühe viel wert und die Bullenkälber sind sozusagen ein Abfallprodukt, da sie nicht genug Fleisch ansetzen und sich deren Mast kaum lohnt. Der Neue "James" zog bei uns ein und Siggi hat das sehr gefreut. Leider stellte sich heraus, dass James eine angeborene Trübung der Augenlinsen hat, ein Auge ist blind auf dem anderen Auge sieht er vielleicht 20%. Der Milchviehbetrieb hatte es nicht einmal bemerkt. Er ist ein ruhigeres Kalb, hält sich sehr an Siggi und freut sich trotzdem leben zu dürfen. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie bei ihren Spaziergängen auf der Koppel Bocksprünge vollführen und erste Versuche machen am Gras zu zupfen. 2 gerettete Leben von zig Millionen, denen es leider anders ergeht: Sie werden nach der Geburt ihren Müttern entrissen und in ein Kälberiglu, eine Art Hundehütte mit einem winzigen Auslauf gesperrt. Milch wird 2 x täglich im Eimer hingehangen, keine Sozialkontakte, nur 2 Nachbarn, stattdessen brutales Setzen von Ohrmarken, Enthornung ohne Betäubung mit einem Brenneisen und bei den Bullenkälbern Kastration mit einer Zange...:Industrielle Milch- und Tierproduktion.

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